Zum Hinterhof Zache: Musikkneipe in Wartenberg.

Der Hinterhof Zache, die Musikkneipe.

 

 

Der Hinterhof Zache, hat sich in Wartenberg als Musikkneipe seit Jahren etabliert. Wir bieten gerne Stammkunden, wie jedem anderen Gast die Möglichkeit bei uns eine gemütliche, nette, und zwanglose Zeit zu verbingen. In unserem Hof warten gemütliche Holzbänke auf die Raucher, die auch gern bei lauem Abend hier ihr Bier und eine Zigarette geniessen können. Parkplätze finden Sie direkt vor unserem Eingang!

 

Wir sind von Montag bis Samstag für Sie da!

 

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Konzerte & Co

Samstag 29.April 20:00 Eintritt 10€

Text: Rainer Fellmann

 

Über Musik schreiben? Nicht leicht. Erst recht nicht, wenn es um Blues geht. Zu viele Worte beschädigen diese Musik ebenso wie zu viele Akkorde. Das, was nicht gespielt und nicht gesagt wird, macht den Zauber aus. Nicht alle halten sich daran. Manche gerieren sich als selbstverliebte Virtuosen. Andere spielen werkgetreu Songklassiker nach und erweisen damit dem Blues einen Bärendienst.

Das Bluestrio MUDDY WHAT? hat sich darüber vermutlich nicht den Kopf zerbrochen. Warum auch, wenn man seit Kindertagen diesen Sound hört und spielt. Die elterliche Plattensammlung erwies sich dabei als Fundgrube. Hören, spüren, aufsaugen, eben nicht analysieren. Vermutlich die beste Annäherung an eine Musik, die vornehmlich alten, vom Leben gebeutelten Männern zugeschrieben wird.

Blues braucht demnach Lebenserfahrung. Alles andere? Second-Hand-Erlebnisse. So die weitläufige Meinung. Wie passt eigentlich Delta-Blues-Ikone Robert Johnson da rein, der mit 27 Jahren unter mysteriösen Umständen starb? Eben. Auch INA, FABIAN und MICHI haben keine Lust darauf, erst alt, grau und lebenssatt zu werden, bevor sie Blues spielen. Stattdessen machen sie sich das Repertoire großer Blues-Interpreten wie Son House, Willie Dixon, Albert Collins, Jimi Hendrix, Bob Dylan oder den Rolling Stones zu Eigen.

Und wie diese Heroen wissen sie, dass erst eine eigene musikalische Handschrift Bluessongs zum schillern und strahlen bringt. Und das wiederum funktioniert nur, wenn man künstlerische Persönlichkeit besitzt. Erworben durch: Spielen, spielen, spielen. Im Übungskeller daheim, auf Schulfesten, in einschlägigen Musikkneipen. Zunächst als Teenager, die mit Charts-Musik wenig anfangen können. Seit 2006 als MUDDY WHAT?.

Was ihre Konzerte so besonders macht? Es ist dieses traumwandlerische Zusammenspiel zwischen dem Geschwisterpaar Ina und Fabian an Gitarre, Mandoline und Gesang und Michi am Schlagzeug. Egal, ob Blues-Traditional, Bluesrock mit Funk-Färbung oder Singer/Songwriter-Ballade – auf der Bühne findet keine Leistungsschau statt, sondern atmosphärisch-dichtes Musizieren. Ihr einzigartiger Sound entfaltet seine Wirkung zwischen den Tönen. In den Pausen. Im Nachklang.

Apropos Klang: Viele Gitarren von MUDDY WHAT? sind Einzelanfertigungen, in der hauseigenen Werkstatt hergestellt. Inas neuestes Modell ist sogar selbst designt. Man hört die Liebe zum Detail in jedem Moment. Nicht nur beim Interpretieren und Umdeuten von Blues- und Rockstandards, sondern auch bei ihren Eigenkompositionen. Dabei zerfließen die Grenzen zwischen altem und neuem Material. Was zeigt: Das schicke Retro-Etikett wird dem Blues nicht gerecht. Diese Musik ist und bleibt zeitlos.

Genug der Worte, auf zum nächsten Gig von MUDDY WHAT?!